Erfahrungen des ganzheitlichen Prototypings von People with Passion

People with Passion setzt auch gezielt ganzheitlich Erfahrungen zur eigenen Weiterentwicklung ein. Dadurch sollen Kunden und andere Interessengruppen dauerhaft gut bzw. besser von der Zusammenarbeit profitieren. Hierfür werden Erfahrungen in den verschiedenen Gestaltungsbereichen für eine nachhaltig nutzbringende Beratung herangezogen. Dazu gehören Erfahrungen, die aus Gesprächen und Beobachtungen während der Zusammenarbeit gewonnen werden. Aber auch die Übertragung von Erfahrungen anderer Beratungsansätze sowie wissenschaftlicher Betrachtungen und Bewertungen.

Entwicklung und Testen eines Beratungs-Prototypen

Bereits in den ersten Monaten von People with Passion wurde dieser Ansatz verfolgt. Auf Grundlage der Ausgangsidee zu People with Passion und unter Berücksichtigung von Erfahrungen in bestehenden Beratungsansätzen wurde ein Beratungs-Prototyp umgesetzt und getestet. Wobei es zu Beginn noch nicht das Potenzialhaus als Wachstumsrahmen für die gemeinsame Analyse und Gestaltung von Ideen und Digitalisierung in der aktuellen Form gab. Dies hat sich im weiteren Entwicklungsprozess gebildet und wurde bzw. wird immer weiter optimiert und ausgebaut. Einzig das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Sicht des Prototypings war vorhanden.

Ein Prototyp mag klassisch vor allem aus der Technik bekannt sein. Sei es als erste Ausführung von Fahrzeugen, Geräten oder Maschinen zur Erprobung und Weiterentwicklung bevor es in die Serienproduktion geht. Oder von digitalen Anwendungen, wie Apps, um zu testen, ob sie überhaupt nutzbar sind. Hier spielt der potenzielle Nutzer schon eine größere Rolle: versteht er die Anwendung, würde er eine Funktion nutzen, wo kommt er nicht weiter?

Ganzheitliches Prototyping für dauerhaften Wettbewerbsvorteil

Für eine konsequente Ausrichtung des Leistungsangebots auf den Kunden und einen dauerhaft relevanten und sich von Wettbewerbern unterscheidenden Nutzen ist das klassische Prototyp- bzw. Prototyping-Verständnis aber noch unzureichend. So werden u.a. organisatorische Aspekte in bisherigen Ansätzen kaum berücksichtigt. Wobei hier die Quellen zukünftiger Innovationen, Weiterentwicklungen und damit von Wettbewerbsvorteilen liegen. Speziell da es im Zuge der Digitalisierung laufend neue Einflüsse vielfältigster Art gibt. Mit diesen sollte eine Unternehmensorganisation möglichst nicht nur zurecht kommen, sondern sie für das Unternehmen nutzen können.

Gemeinsame Entwicklung mit jungen Start-ups während Prototypings

Die Tests während des Prototypings erfolgten vor allem mit jungen Start-ups sowie Personen am Anfang der Umsetzung und Konkretisierung ihrer Geschäftsidee. Dies hatte den Vorteil die Elemente bei der Umsetzung einer neuen Idee/Innovation von Anfang an beachten und berücksichtigen zu können. Außerdem war bei diesen Kunden die Aufgeschlossenheit letztendlich gemeinsam einen neuen Beratungsansatz zu entwickeln besonders hoch. In der Regel hatten sie noch keine bzw. kaum Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Beratern/Agenturen. Entsprechend gab es noch keine Erwartungshaltungen bzgl. eines üblichen Vorgehens bei der gemeinsamen Arbeit. Das Interesse, dass sich eine Zusammenarbeit wirklich lohnt war dafür um so höher, da sie ihre Idee unbedingt voranbringen wollten. Dies führte auch zu einem kritischen Hinterfragen aller Aspekte der Beratung sowie  zu neuen Vorschlägen für das gemeinsame Handeln und das Vorgehens sowie einem engeren und transparenterem Austausch. Außerdem gab es ein Mitmachen und gemeinsames Erarbeiten. Im Gegensatz zum traditionellen Abwarten, was der Dienstleister liefert (von gelegentlichen Workshops, wenn sie diesen Namen zurecht tragen, mal abgesehen).

Bedarfe der Interessengruppen wichtiger Bezugspunkt für Wachstum

Gerade als erfahrener Berater sieht man häufig die Unterschiede zwischen dem, was für den Kunden aus dessen Sicht relevant ist und ihn motiviert aktiv zu werden sowie dem, was der Berater als wichtig für seinen Kunden ansieht. Dies wurde bewusst während des Prototypings berücksichtigt. Letztendlich geht es darum, dass der Beratungs-Kunde die Bedarfe seiner Interessengruppen erfüllt, wobei er selber mit seinem Team auch eine der Gruppen ist. Hilfreich erwies sich hier die gemeinsame bewusste Analyse, was seitens der Interessengruppe gewollt wird, und Festlegung was angeboten wird sowie der Test des Angebots bei den Interessengruppen. Allein schon die bewusste Auseinandersetzung mit den verschiedenen Vorstellungen und Verständnissen im Team war förderlich für gemeinsames und damit stärkeres Vorankommen. Oder auch umgekehrt für ein möglichst frühzeitiges Erkennen, dass es so im Team nicht passt, um zusammen wachsen zu können.

Optimierung durch Phasen- statt Projektdenke

Förderlich erwies sich nicht nur in einzelnen Aktionen zu denken und zu handeln, sondern immer auch das „Danach“ und „Daneben“ zu beachten. Was kann bzw. sollte die jeweiligen Aktion bzw. Aktivität auch für parallele und folgende Handlungen bringen? In Projekten zu denken mag zwar scheinbar die Komplexität reduzieren, es überschaubarer und für den Chef delegier- und steuerbar machen. Es entstehen aber viele isolierte Einzelmeister, die ihr gemeinsames Potenzial nicht entfalten können. Jeder von einem Projektmanager gesteuert, damit es möglichst termingerecht innerhalb des Budgets fertig wird. Das worum es eigentlich geht, den Kunden und seinen Nutzen, gerät so oft immer mehr in den Hintergrund. Hilfreich ist hier ein gemeinsames Verständnis, was man zusammen während eines bestimmten Zeitraums (Phase) erreichen möchte. Und dies gilt es ganzheitlich und in den einzelnen Bereichen des Potenzialhauses qualitativ und quantitativ zu ermitteln. Außerdem  zu schauen, welchen Beitrag hierzu jeder einzelnen erbringen will und kann.

Einbindung von Kooperationspartnern für gemeinsame Kundenlösungen wird immer wichtiger

Ersichtlich wurde auch, dass es zunehmend wichtiger wird mit Kooperationspartnern zusammenzuarbeiten, um eine relevante Problemlösung für den Kunden anbieten zu können. Es gilt die richtige Bündelung an Leistungen zusammenzustellen, welche für den Kunden attraktiv sind, so dass seine Bedarfe gedeckt und Bedürfnisse befriedigt werden. Nur in einem Produkt zu denken und dieses anzubieten, schafft keine nachhaltige Problemlösung. Außerdem wird man austauschbarer. Speziell bei der Produktdenke läuft man sonst auch das Risiko, dass das Produkt günstiger von jemand anderem produziert und/oder angeboten wird.

Kooperationspartner vervollständigen das Leistungsbündel und bleiben i.d.R. auch unter ihrem Namen/Marke sichtbar. Es geht weniger darum, dass Logistik- und Produktionsketten zwischen dem eigenen Unternehmen und seinen Lieferanten bzw. Vertriebspartnern optimiert werden. Wichtiger werden gemeinsam entwickelte, umgesetzte und laufend optimierte Kundenlösungen. Dies auch zunehmend zwischen Unternehmen, die aus ganz unterschiedlichen Branchen kommen und bisher nichts miteinander zutun hatten.

Mutig angehen und dabei bessere Fehler machen

Da nicht alle Ideen und Maßnahmen vorher im Kopf vollständig durchdacht und die Folgen prognostiziert werden können, kann nie alles (auf Anhieb) gut funktionieren.  Um nicht stehen zu bleiben oder gar abgehängt zu werden, ist das Unterlassen aber i.d.R. keine gute Entscheidung. Stattdessen empfiehlt es sich es auszuprobieren, allerdings dabei nicht einfach kopflos loszulegen. Gewisse wesentliche Fehler lassen sich so dann recht einfach vermeiden. Fehler zu wiederholen, sei es von anderen in vergleichbarer Situation gemachte oder (unbewusst) die eigenen noch einmal zu machen, ist überflüssig. Lieber neue, also unbekannte, Fehler machen und an diesen Wachsen.