Ist PwP eine Agentur, ein Startup oder was eigentlich?

Eine einfache Bezeichnung sollte es für People with Passion (PwP) sein, die mit positiven und neugierig machenden Assoziationen verbunden ist: „Agentur für digitale Potenziale“. Mit „Agentur“ klappt dies – zeigt die in den letzten Monaten gewonnene Erfahrung – nicht gut. Speziell nicht, da eine (Prozess-)Innovation vermittelt werden soll.

Eine Agentur gilt nur im Marketing als innovativ oder gar disruptiv

Selbstbild und Fremdbild von Agentur unterscheiden sich wesentlich. An Umsetzbarkeit, Umsetzung und konkrete Aktivitäten sollte mittels der Agentur-Assoziationen gedacht werden. Speziell als Abgrenzung zu abstrakten Theorien von Consultants, die letztendlich oft auf PowerPoint Charts existieren und vielleicht kurzzeitig mit einem Pilotprojekt zum Leben erweckt werden.

Aber sowohl bei innovativen/disruptiven Gründern, weiteren Leuten aus dem Startup-Umfeld und aus etablierten Unternehmen – sofern sie nicht Markom (Marketing & Kommunikation) Menschen sind – besteht ein anderes Bild. Sie verbinden nicht hilfreiche Merkmale mit der (Werbe-)Agenturwelt. Diese steht für Spezialisten der (Selbst-)Inszenierung, die „nur“ von Innovationen anderer erzählen und davon was der Trend sei, den man jetzt kommunikativ nutzen müsse.

Es besteht zwar Respekt für die kreativen Leistungen in der Werbung, die man sich im Bedarfsfall (klassische Vermarktungskampagne) auch einkaufen würde. Es wird allerdings nicht die Unterstützung bei der notwendigen (Weiter-)Entwicklung und Umsetzung von Produktinnovationen bzw. Kundenlösungen mit einer „Agentur“ verbunden.

Geschäftsmodell der Agenturen lässt auch nichts anderes zu

Auf die Geschäftsmodelle der Agenturen, auch der entstandenen digitalen, geschaut, ist dies auch logisch nachvollziehbar. Sie erbringen Tätigkeiten zur Erzielung von Aufmerksamkeit. Verkaufen hierfür ihre „Ressourcen“ bzw. deren Leistungen. Ansprechpartner sind meist im Markom verortet und so geht es realistischerweise um die Ziele Bekanntheit, Einstellung und Kaufabsichtsverstärkung. Für übergreifende und übergeordnete Ziele und Vorhaben müssten andere Stakeholder (Interessengruppen) intensiver involviert werden, also nicht nur als gelegentliche Workshopteilnehmer. Dies erschweren häufig bei etablierten Unternehmen noch die Unternehmensstrukturen. Aber auch ein überhebliches Agenturverhalten ist hierfür nicht förderlich.

Als disruptiv gilt derzeit wer KI oder Blockchain Technologien nutzt

Nun passt „Agentur“ also nicht als Bezeichnung. Aber ist PwP überhaupt ein Startup? Im herkömmlichen Verständnis als Neugründung natürlich. Aber eigentlich sollen Startups heute disruptiv sein. Gerade etablierte Unternehmen wollen diese Startups kennen, um potenzielle Zerstörer ihrer Branche und Geschäftsmodelle rechtzeitig zu erkennen. Produktinnovationen stehen hierbei im Fokus und wer etwas mit Künstlicher Intelligenz (KI) oder Blockchain entwickelt, zieht fast automatisch das Interesse auf sich. Noch mehr, wenn damit viele Daten, das angebliche „neue Öl“, gesammelt und genutzt werden könn(t)en. Die Technologie als Bewertungskriterium des Startups steht im Zuge der anhaltenden digitalen Transformation sehr stark bei ihnen und Investoren im Fokus.

Auf den Impact kommt es zunehmend in der (Startup-)Praxis an

Allerdings kommt es bei den ersten Investoren aktuell zu einem (Bewusstseins-)wandel, weg vom Technologiefokus zur Frage des Einflusses (Impact) der Innovation auf das „Große Ganze“. Außerdem entstehen aufgrund großer gesellschaftlicher, individuell-psychischer und ökologischer Bedarfe zunehmend auf diese ausgerichtete Innovationen. Als Mittel zum Zweck werden hierfür digitale Technologien genutzt. Thematisch z.B. als EduTech für die Bildung zusammengefasst. Menschliche Aspekte, wie Werte und Sinn, werden wichtiger. Angesichts der generellen Schwierigkeit des Menschen mit Veränderungen, wie der digitalen Transformation, zurechtzukommen sowie der gesellschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen eigentlich wenig überraschend.

Mit Stakeholder-Involvement den Wandel zu genutzten Innovationen voranbringen

Nicht an den Menschen vorbei, sondern mit ihnen gemeinsam gilt es Innovationen (weiter-)zu entwickeln, um diese Bedarfe zu erfüllen und nachhaltig erfolgreich bedienen zu können. Wirkliche Problemlösungen zu schaffen und laufend weiterzuentwickeln, statt Produkte herzustellen und sie vor allem im B2C-Bereich als erlebnis- und genussorientiert zu vermarkten. Hierfür können und müssen letztendlich Menschen ihre Potenziale einbringen können.

Dafür braucht es eine Prozessinnovation, als Involvement-Schmiermittel für die Interaktion zwischen den relevanten Stakeholdern. Neben dem Potenzialhaus als Wachstumsrahmen setzt PwP hierfür gemeinsam mit dem Kunden und Partnern auf die Gestaltung, Überprüfung und Weiterentwicklung eines Minimal Viable Products (MVP) für eine Kombination aus Kundenlösung und Bindungsaktivitäten. Dies insbesondere über den MVP-Teil „Feedback & Input“.

Startup: ja, Agentur: nein – Suche nach passenderem Begriff

Als Agentur wollen wir People with Passion also zukünftig nicht mehr bezeichnen. Als Startup weiterhin, den es transformiert die Zusammenarbeit zwischen und mit den Interessengruppen, um nachhaltig relevante Produktinnovationen zu realisieren.

Statt Agentur braucht es einen passenderen Begriff. Sie haben/Du hast eine Idee oder Anregung dafür? Sehr gerne vorschlagen! 🙂