KISS: Quantitatives und qualitatives Wachstum

Unternehmen sollen wachsen, um erfolgreich zu sein. So wird es zumindest oft gesagt. Häufig wird dabei an das quantitative Wachstum gedacht und entsprechend gehandelt. Die Zunahme des investierten Vermögens, sei es in Form von

  • Kapitaleinsatz (bspw. Eigenkapital, Gesamtkapital)
  • Leistung (bspw. Absatzmenge, Produktionsmenge, Umsatz, Wertschöpfung)
  • Kapazität (bspw. Maschinenanzahl, max. Produktionsleistung)
  • Einsatz Produktionsfaktoren (bspw. Mitarbeiteranzahl, Rohstoffverbrauch)
  • Unternehmenserfolg (bspw. Gewinn, Kapitalwert, Marktkapitalisierung)

stehen im Vordergrund.

Fokus auf quantitatives Wachstum gefährdet notwendige Innovationsausrichtung

Den Fokus auf das quantitative Wachstums begünstigen dessen objektive Bewertungsmöglichkeit und die scheinbar leichte Operationalisierung. Ein paar Zahlen auf einem Blatt oder gar in Echtzeit in einem Dashboard, suggerieren eine gute Steuerbarkeit des Unternehmens, da man vermeintlich alles im Blick hat. Die eigentlich Gründe für die guten oder ggf. schlechten Zahlen fallen unter den Tisch. Außerdem leidet die notwendige Verfolgung der Effektivität und damit die Innovationsausrichtung, um auch zukünftig noch erfolgreich sein zu können.

Mit der gleichzeitigen Fokussierung auf das qualitative Wachstum werden auch die Gründe für das quantitative Wachstum intensiver berücksichtigt und verfolgt. Außerdem begünstigt die Verbesserung des Leistungsangebots bzw. -fähigkeit die Innovationsentwicklung und -etablierung. Die Durchführung von Beobachtungen, Befragungen und Experimenten, um Zufriedenheit, Wissens- und Fähigkeitszuwachs sowie Qualitätsbeurteilungen von Zielgruppen, wie Kunden und Mitarbeitern, zu erfahren, kann hierzu maßgeblich beitragen.

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