Podcast-Tipp: Entrepreneurship Experte Prof. Dr. Günter Faltin (Interview)

Ökonomie als kreatives Weltverändern

Mit Leidenschaft tritt Prof. Dr. Günter Faltin für Entrepreneurship ein: das Verfolgen seiner Idee als einer neuen Form des Unternehmertums. Im 30-minütigen Interview mit Deutschlandradio Kultur teilt er mit, warum es mehr Entrepreneurship geben muss und seine Empfehlungen für das Vorgehen als Entrepreneur.

Bedeutung eines gut durchdachten Konzepts

Mit den geänderten Rahmenbedingungen durch das Internet, haben sich nach Faltins Einschätzung die Voraussetzungen fürs Gründen geändert. Geldkapital sei nicht mehr die knappe Ressource. Management ließe sich arbeitsteilig angehen. Wichtig sei ein gutes Konzept und nicht nur ein Einfall, in den man sich verliebt. Das gut durchdachte Konzept sei auch dringend notwendig, da noch zu viele Startups nach fünf Jahren nicht mehr existieren.

Faltin fordert eine intelligentere Ökonomie, um die Welt zur Lösung ihrer Problemen kreativ zu verändern. Nicht mehr das alte Unternehmertum und vor allem nicht mehr den Gewinnmaximierern sei die Macht zu überlassen. Es gelte eine Problemlösungsökonomie zu schaffen. Beispielhaft hat er vor über 30 Jahren die Teekampagne gegründet.

Gegen die Ausrichtung auf Gewinnmaximierung

Er sei selber Außenseiter mit seinen Thesen gewesen. Er kritisierte schon früh, dass Ökonomie nicht auf Mathematik und damit Gewinnmaximierung reduziert werden darf. Es sei klar, dass sonst alle andere, wie Menschen, Produkte und Umwelt, darunter leiden würden. Dagegen tritt er immer noch ein und setzt sich für Entrepreneurship ein.

Wie lässt sich der Entrepreneur in einem wahrnehmen? In dem man erkennt, dass man als Kind neugierig war und etwas unternehmen wollte. Jeder Mensch sei kreativ und freue sich auf neues. Daran gelte es laut Faltin anknüpfen, um etwas zu finden, das einem liegt und eine Problemlösung sei.

Das Interview als Podcast findet sich hier.